Geschützte Gebiete

toraggio_beigua Über den ligurische Höhenweg „Alta Via“ kann man sehr viele interessante Gebiete kennenlernen, von den naturparks zu den naturschutzgebieten, die den hauptknotenpunkt darstellen. Der weg durchquert die regionalen Parks der Ligurischen Alpen (etappe 3 bis 7), des Beigua (etappe 19 bis 20) und des Aveto (etappe 31 bis 35), geht bis zum park von Montemarcello-Magra (etappe 43) und ist durch viele wege mit den anderen ligurischen naturschutzgebieten verbunden und mit den internetseiten Rete Natura 2000.


Die über 6000 hektar fläche teilt sich in vier gebiete ein, Tanarello-Negrone, Saccarello-Frontè-Monega, Toraggio-Pietravecchia und Testa d’Alpe, der ligurische Alpenpark, der mit dem regionalen gesetz vom 23 ottobre 2007, n. 34, zum Park wurde ist das letzte wichtige glied der kette, der regionalen naturschutzgebiete. [foto 1: ligurischer Alpenpark-- Monte Toraggio des'AV] Der höhenweg durchquert ihn längs mit herrlichen etappen, die zu den bedeutendsten des ganzen weges gehören, wie der höchste berg der region: der Monte Saccarello, erhebt sich auf eine Höhe von 2200 meter und überragt mit seinem massiv die mittelalterlichen dörfer Realdo und Verdeggia; hier wandert man durch fossilen Kalkstein in küstennähe, und kommt durch hochgelegene wälder, über oliventerassen und rosseseweinreben, und in noch größerer höhe findet man wunderbar duftende Thymian- unnd Lavendelsträucher, die sich mit der alpinen flora abwechseln. Sehr wichtig ist auch der Bergweg “Balcone”, eine lange Strecke, die parallel zur küste verläuft und die orte des näherren hinterlands verbindet, -alte weiler in der provinz Imperia - und zugleich trifft er auf die pfade, die von den gipflen der berge herunter ans meer führen: man kann tagestouren machen, von tal zu tal um auch dem tourist die besonderheiten der landschaft zu zeigen.an den osthängen der Monti Pietravecchia beginnt dann der berühmte “Sentiero degli Alpini” (eine variante des höhenwegs – markierung: AV2), in die steilen felsen gegraben von den ältesten (1872) und siegreichsten truppen der berge.


Die hochebene des Beigua-Parks: Auf dem höhenweg kann man den blick vom golf von genua bis zu den bergen des aosta-tals schweifen lassen: man kann an klaren tagen den Monviso (NO) und den Monte Rosa (N-No) im norden sehen, auf der küstenseite den felsvorsprung von Portofino (o-So), die toskanischen inseln (elba, pianosa, capraio)(So) und korsika (S). An diesem punkt, der von den vögeln für den migrationsflug bevorzugt wird, ist die entfernung der hauptwasserscheide des alpen-appennin-systems zum meer am kleinsten, mit erhöhungen von 1200 m, wenige kilometer vom strand . Der Geopark UNESCO, ist ein treffpunkt verschiedener “welten”wie natur und kultur. der park beteht im süden aus kargen sonnigen hängen, die mit blumen bewachsen sind, die magnesiumreiche böden bevorzugen. Hier sind auch antike Felsmalereien zu bewundern, während im norden , an lieblichen hängen, mit jahrhundertealten kastanienbäumen, Gebäuden stehen, die von grosser historischer und architektonischer bedeutung sind :die ziterzienseransiedlung, die Badia von Tiglieto, eine der ältesten in Italien. [foto 2: Park Beigua – Aussicht vom kamm]

trebbiatura_puntabianca
Im Park von Aveto trifft der höhenweg auf die felsige hochebene des Monte Aiona, die höchste erhebung des apennins (ca.1700 m) die wie eine mondlandschaft aussieht.der park der im hinterlland des Tigullio liegt, steht zum schutz für eines der schönsten und bedeutendsten gebiete des Ligurischen appennins; es handelt sich hier um drei täler – Aveto-tal, Graveglia-tal und Sturla-tal, von denen jedes tal etwas besonderes bietet: berglandschaften, weideflächen und ausgedehnte buchenwälder im Aveto-tal,indem sich auch der lame-wald befindet, der eiszeitliche seen und blumen verbirgt, die normalerweise in anderer höhe leben; Almwiesen, kastanienwälder, nussbäume, gemüsegärten und olivenhaine im Sturla-tal; eine ländliches, sehr gut erhaltenes gebiet, mit olivenhainen und weinreben und vor allem viele verschidene steinarten und den entsprechenden steinbrüchen im Graveglia-tal. Hier wurde die alte magnesiummine Gambatesa, die größte europas, vom park wieder hergerichtet und sie kann mit dem grubenzug besichtigt werden. Diese drei täler, vor allem das Aveto-tal sind ein beliebtes ziel der touristen: im sommer kommt man weil es frisch ist, im herbst kommen die pilzsucher und im winter kommen die schifahrer ( langlauf, alpin und schiwandern da immer genug schnee liegt. [foto 3: Park Aveto - Korn dreschen]

In Ceparana, am östlichen ende des Ligurischen höhenwegs erreicht der wanderweg den Park von Montemarcello–Magra . dieser park entstand aus dem zusammenschluß des naturschutzgebietes von Montemarcello, zu dem auch das promontorio von Caprione über dem golf von la spezia gehört, mit dem flußpark von Magra und Vara (geplant sind verbindungen mit Bocca di Magra, entlang des flusses Magra, und Montemarcello; von Montemarcello eine verbindung zum höhenweg der Cinque terre entlang des höhenwegs des golfes – markierung: AVG).

calanchi_torredoria lupo_vendemmia In Ceparana, am östlichen ende des Ligurischen höhenwegs erreicht der wanderweg den Park von Montemarcello–Magra, dieser park entstand aus dem zusammenschluß des naturschutzgebietes von Montemarcello, zu dem auch das promontorio von Caprione über dem golf von la spezia gehört, mit dem flußpark von Magra und Vara (geplant sind verbindungen mit Bocca di Magra, entlang des flusses Magra, und Montemarcello; von Montemarcello eine verbindung zum höhenweg der Cinque terre entlang des höhenwegs des golfes – markierung: AVG). vom meer und der küste mit ihren zauberhaften stränden und alten fischerdörfern,gehen wir ins Magra-tal, das durch seine feuchtgebiete ein sehr wichtiger stand-und-nistplatz für viel migrationsvögelarten wie der Königsfischer und der graue Fischreiher ist. Die grünen hügel des vara-tals, die mit jahrhunderalten kastanienwäldern bewachsen sind und historische orte , Felsen wie das schloß Doria Malaspina in Calice al Cornoviglio, karstgebiete, con grotte e doline, wie die von Riccò del Golfo und Pignone. Der fluß Vara, der das tal beherrscht,ist der zusammenhängendste teil des Parcks und es ist ein idealer platz für gewisse wassersportarten wie kanufahren, rafting, torrentismo e hydrospeed. [foto 4: Park Montemarcello-Magra - Punta Bianca]

Außer den Parks der ligurischen alpen, des beigua und des aveto, durchquert der höhenweg ,noch viele andere interessante natureservate,die als bedeutende gebiete der Ue gelten (SIC) und besonders geschützte gebiete (ZPS) im sinne des “Rete Natura 2000”das von der europäischen gemeinschaft geschaffen wurde. Von west nach ost, zu den bedeutendsten gebieten gehören: die wälder von Gouta und Testa d’Alpe (etappe 3), die kalksteingipfel von Toraggio und Pietravecchia (etappe 4), die hohen kämme der monti Saccarello und Frontè (etappen 5 und 6), der höhenzug von Galero und Armetta (etappe 9 und 10), die buchenwälder des Monte Carmo und des Melogno (etappen 13 und 14), das naturreservat ( Riserva naturalistica dell)’Adelasia (etappe 17), die hochebenen von Punta Martin und von Praglia (etappen 22 und 23), die buchenwälder vom Monte Gottero (etappe 38), die bergwiesen von den monti Fiorito und Cornoviglio (etappen40 und41).

Vom höhenweg aus zweigen markierte wege ab, die an den kämmen entlang laufen oder antike salzstrassen waren, und in andere ligurische naturparks führen. vom Colle di Cadibona (oder Bocchetta d’Altare) und von der etappe Cascina Miera (etappe 17),verläuft der wanderweg “Bormida Natura” (markierung: BN), bis zu den naturschutzgebieten von Bric Tana und Piana Crixia. [foto 5: Park Piana Crixia - i calanchi-erosioserscheinungen]

Vom Passo della Scoffera (etappen 28 und 29), entlang eines alten weges“via del mare” (markierung: rotes dreieck), erreicht man den Park von Portofino, der auf einem promontorium liegt das mehr als 600 meter hoch ist und über drei kilometer ins meer hinaus reicht. in diesem park treffen die zentraleuropäischen laubwälder der nordhälfte mit den meditteranen des südens, in denen eine afrikanische pflanze wächst (Ampelodesmos mauritanicus) zusammen. diese wurde früher zum schnüren und als bedeckung der scheunen benutzt. historisch und architektonisch sehr bedeutend, das anwesen von San Fruttuoso, an einer kleinen zauberhaften meeresbucht.[foto 6: Park Portofino - Doria-turm]

Wenn man vom Monte Lavagnola (etappe 28),in richtung norden dem europäischen wanderweg” sentiero europeo” E7 (markierung: gelbes dreieck)folgt, kommt man nach kurzer zeit in den Park Antola, der im herzen des ligurischen apennins liegt und in dem mensch und natur im einklang leben. das Castello della Pietra, ein wirklicher “adlerhorst”, und andere beeindruckende mittelalterliche schlösser beherrschen die täler des parks; hier vermischten sich aufstieg und fall der mächtigen genueser geschlechter mir der tausendjährigen bäuerlichen gesellschaftsschicht, deren gleichgewicht mit der Natur heute noch zeugen hinterlässt, durch das system der alten Ansiedlungen und Wege, mit trockenhütten und mühlen, schwerpunkt einer erzwungenen lebensmittelautarchie. generazionen von maultiertreibern haben diese jahrhundertalten kastanienwälderI und blühenden wiesen des monte Antola für den salztransport nach norden überquert, aber auch die menschen aus den tälern benützten die Pfade um küchenkräuter und medizinkräuter zu sammeln. heute findet man in den tälern moderne übernachtungsmöglichkeiten für die wanderer , wie die schutzhütte in der nähe vom Antola- Gipfel. [foto 7: Park Antola –der wolf]

Vom Monte Zatta (etappe 35) geht in richtung süd–ost ein wichtiger weg ab, der “höhenweg der Cinque Terre” (markierung: AV5T), der zum Nationalpark “Parco nazionale delle Cinque Terre” führt und eine der schönsten küstenlandschaften italiens ist,mit Steiküsten und terassenartig angelegten weinbergen [foto 8: Park Cinque Terre - Weinlese]
nachdem man den nazionalpark durchquert hat geht der Wanderweg in den regionalen weg von Porto Venere am rande der Kalksteinsteilküste über.